A Woman's Mess

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Autor: Caroline Richter (Seite 1 von 3)

Durch Dankbarkeit zu mehr Zufriedenheit – Das 6-Minuten-Tagebuch

Auch wenn man es mir vielleicht nicht persönlich angemerkt hat, war ich vor einem Jahr ziemlich unzufrieden mit meinem Leben. Ich war gelangweilt und gleichzeitig nicht motiviert, ich hatte keinen Spaß und hatte vor allem immer das Gefühl, im Alltag zu ertrinken und für nichts Schönes mehr Zeit zu haben. Dann habe ich ein Geschenk bekommen, dass wortwörtlich mein Leben verändert hat: Das 6-Minuten-Tagebuch von Dominik Spenst.

Zugegeben, wenn ihr euch die Kommentare dazu bei Amazon durchlest, glaubt ihr, ihr hättet den Heiligen Gral gefunden … Aber auch ich kann die Idee des 6-Minuten-Tagebuchs nur jedem ans Herz legen, denn ich hab den positiven Effekt selbst erlebt.

Also … Worum geht’s?

Ziel ist es, jeden Tag frühs und abends 3 Minuten Tagebuch zu schreiben. Das ist wirklich nicht so viel, das kann man schaffen! Es geht auch um keine „Liebes Tagebuch…“-Texte, sondern es gibt jeden Morgen und jeden Abend je drei Fragen, die sich immer wiederholen.

Yeah, breath in my awesome photography skills!

Morgens trägt man also erst drei Sachen ein, für die man dankbar ist. Der Autor erklärt in seiner Einleitung ausführlich, warum Dankbarkeit für mehr Zufriedenheit sorgt. Kurz gesagt:

Dankbarkeit lenkt den Fokus auf das Gute im Leben. – Dominik Spenst

Danach ist Platz, um sich zu überlegen, wie man sich den Tag selbst positiv gestalten kann. Schließlich gibt es noch eine Zeile für den inneren Cheerleader als positive Selbstbekräftigung.

Abends wird reflektiert, was man hätte besser machen können und was man für andere getan hat. Außerdem schließt man den Tag mit dem Gedanken an drei tolle Sachen ab, die einem passiert sind. In der ersten Woche hat mir wirklich der Platz gefehlt, um auch meinem Ärger über die blöden Sachen Luft zu machen, aber es reicht schließlich schon, dass sie einem überhaupt passiert sind, oder? Da muss man sie nicht noch aufschreiben und sich ein zweites Mal drüber ärgern.

Zusätzlich dazu gibt es jede Woche eine kleine Herausforderung und ein paar Fragen, die einem zum Denken anregen (sollen), wie man sein Leben in eine schönere Richtung schubsen könnte. Jeden Monat gibt es außerdem eine Übersicht, in der man verschiedene Aspekte des Lebens auf einer Skala von 1 – 10 einschätzt. Ich denke, hieran lässt sich am ehesten der Effekt des Tagesbuches zeigen.

Mein erster Monats-Check im Januar 2017. Sieht ziemlich trübe aus, was?

Mein Monats-Check Ende April 2017. Gut, Sport hab ich immer noch nicht mehr gemacht, aber der Rest ist ganz schön gestiegen!

Es gibt ähnliche Tagebücher auch von anderen Anbietern, so z.B. auch ein 5-Minuten-Tagebuch. Da fehlt, soweit ich das einschätzen kann, lediglich am Ende des Tages die Frage, was man für andere getan hat. Natürlich muss man den Spaß auch nicht kaufen – ich denke, allein jeden Morgen zwei-drei Sachen in ein einfaches Notizbuch zu schreiben, für die man dankbar ist, hilft bereits enorm, den eigenen Fokus auf etwas Positives zu legen und die Sachen im eigenen Leben mehr wertzuschätzen. Den Vorteil bei diesem Buch sehe ich in der Kombination aus täglichem Eintragen, den wöchentlichen Fragen sowie der monatlichen Übersicht. Besonders letztere hat mir wirklich vor Augen geführt, wie sehr sich meine Einstellung in wenigen Monaten geändert hat.

Für wen?

Generell würde ich dieses Buch oder eine ähnliche Version erstmal am liebsten jedem empfehlen, haha. Ganz besonders aber Leuten, die sich wie ich manchmal ein wenig verloren oder ziellos fühlen oder das Gefühl haben, in einer komplett negativen Welt zu leben.

Für mich persönlich hat das Format am Ende auch nicht mehr ganz gepasst, was mich zum noch individuellerem BulletJournal gebracht hat. Aber dazu ein anderes Mal mehr … 🙂

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