3 Journals für mehr Selbstliebe

Als ich vor 4 Jahren begann, ein Bullet Journal zu führen, hat das zu einer kompletten Wende in meinem Leben geführt. Schreiben hat mir schon immer geholfen, Klarheit über meine Gefühle zu bekommen – und damals war das ganz besonders dringend. Seitdem habe ich viele Systeme und verschiedene Journals ausprobiert und sogar für einen Tagebuch-Verlag gearbeitet. Heute möchte ich mit dir meine Favoriten vorstellen: 3 Journals für mehr Selbstliebe in deinem Leben.

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Journal oder Tagebuch?

Der Begriff Journal kann mit Tagebuch übersetzt werden, allerdings ist das Wort Tagebuch recht fest in seiner Definition. Wenn du an ein Tagebuch denkst, stellst du dir wahrscheinlich vor, wie du jeden Abend von deinen täglichen Erlebnissen und Gefühlen schreibst. Bei dem Begriff Journal hingegen, erweitert sich diese Definition. Es geht immer noch darum, jeden Tag etwas schriftlich festzuhalten, allerdings kann das sehr themenbezogen sein und auch nur einzelne Aspekte aus deinem Leben betreffen.

1. Dankbarkeitstagebuch

Vielleicht hast du davon schon mal gehört, denn diese Nachricht geht seit ein paar Jahren durch aller Munde: Tägliche Dankbarkeit kann die Sicht auf dein Leben dramatisch verbessern.

In der Hektik des Alltags geht der Blick auf alles Gute in deinem Leben schon mal verloren. Dafür musst du dich nicht schlecht fühlen, das geht uns allen so – mir auf jeden Fall!
Wenn du aber lernst, dich regelmäßig daran zu erinnern, wirst du zufriedener sein mit dem, was du hast.

Zufrieden? Das ist ja maximal eine 4!

In unserer Leistungsgesellschaft ist das Wort Zufriedenheit nicht gerade positiv belegt. Eigentlich muss es noch besser gehen; noch höher, noch weiter, noch glücklicher!

Dabei liegt dem Wort ein sehr schönes Gefühl zugrunde: Frieden.

Zufrieden zu sein, mit dem, was du hast, heißt daher nicht: Setze dir keine Ziele mehr, gib deine Träume auf, höre auf zu wachsen und lernen.

Es bedeutet eher: Ziehe deine Stärke und Freude daraus, was im Moment schon ist. Spüre, was genau dir diese Stärke und Freude gibt, denn dadurch lernst du dich besser kennen und findest passende Wege für dich in die Zukunft.

Wie du das Journal führst

Nimm dir ein schönes Notizbuch und schreibe jeden Morgen mindestens drei Sachen auf, für die du dankbar bist. Bei jeder Sache solltest du dir einen Moment nehmen, bis dich allein der Gedanke daran mit einem Lächeln erfüllt. Du kannst auch viel mehr Sachen aufschreiben, zum Beispiel zehn, denn das bringt deinen Kopf erst richtig auf Trab und du wirst viel tiefgründigere Dinge aufschreiben.

Wichtig bei dieser Übung ist, dass du sie nicht als Pflicht empfindest, sondern eher als schöne Erinnerung. Als kleiner Wow-Moment, der dich mit Wärme erfüllt. Deswegen rät es sich, dieses Tagebuch nach dem Aufstehen zu führen, damit du diese tolle Energie mit in den Tag nehmen kannst.

Es gibt auch Dankbarkeitstagebücher mit Vordrucken zu kaufen. Gerade das schöne Design kann ein Pluspunkt sein, um das kontinuierliche Schreiben zu fördern 😉 Häufig verbinden diese Bücher auch andere Achtsamkeitsübungen mit der Dankbarkeit. Hier sind meine Lieblinge: Das 6-Minuten Tagebuch* und Ein guter Tag*.

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2. Erfolgstagebuch

Vom Erfolgstagebuch habe ich das erste Mal mit 18 Jahren gehört. Ich hatte damals eine schlimme Trennung hinter mir und kaufte ein e-Book mit dem Thema, wie man seine*n Ex zurückgewinnen kann. Damals war die Sache mit den pdf-Büchern noch sehr neu und ich wusste nicht, ob ich eventuell auf einen Scharlatan reingefallen war, doch der Autor hat ein sehr schönes Konzept aufgestellt.

Die erste Phase galt dem Wiederaufbau des Selbstvertrauens. Dafür schlug der Autor auch das Einführen eines Erfolgstagebuchs vor. Das habe ich befolgt – das Ergebnis? Ich wollte meinen Ex gar nicht mehr wieder.

Wie du das Journal führst

Nimm dir wieder ein schönes Notizbuch und trage erstmal alle Erfolge ein, die du in deinem Leben bereits erreicht hast. Das können große Sachen sein, wie eine abgeschlossene Ausbildung oder ein toller Preis, aber auch kleine wie ein Vogelhaus zu bauen oder die Wäsche gewaschen zu haben, ehe der Fußboden schon nicht mehr sichtbar gewesen ist. Auch in den Bereichen Partnerschaft, Familie und Freundschaften kannst du Erfolge verzeichnen, beim kreativen Ausdruck, beim Sport, in der Ernährung, beim Umgang mit dir selbst und und und.

Diese Liste kannst du jeden Tag ergänzen. Sicher fallen dir nach und nach noch viele Sachen aus der Vergangenheit ein, gleichzeitig schulst du aber auch dein Auge für alltägliche Erfolge. Selbst wenn ein Tag noch so bescheiden gelaufen ist, kannst du immer etwas finden, worauf du stolz auf dich sein kannst. Vertrau mir!

Noch ein Plus

Ähnlich wie beim Dankbarkeitstagebuch schaffst du dir damit ein wundervolles Archiv, was dir an schlechten Tagen wieder Vertrauen in dich selbst geben kann. Du kannst die beiden Tagebücher auch in einem Buch verbinden: Dankbarkeit morgens und Erfolge abends.

3. Mond-Zyklus-Tagebuch

Auf die Idee zum Zyklus-Mondphasen-Tagebuch bin ich gekommen, als ich das Buch Roter Mond von Miranda Gray* gelesen habe. Um meinen Zyklus besser zu verstehen, verwende ich schon seit vielen Jahren eine Zyklus-App. Dadurch habe ich einen guten Macro-Überblick bekommen: Wie lange gehen meine Zyklen, wann ist mein Imunsystem geschwächt, woran merke ich meinen Eisprung usw. Durch das Zyklus-Journal habe ich jedoch nochmal ein viel tieferes Verständnis erlangt, sozusagen auf der Mikro-Ebene.

Wie du das Journal führst

In dem Journal notierst du täglich folgende Punkte:

  • Zyklustag
  • Mondphase (von der Nacht zuvor/über den Tag hinweg)
  • Deine Träume (von der Nacht zuvor)
  • Deine Gefühle (über den Tag hinweg)
  • Deine Gesundheit (über den Tag hinweg)

Wie ausführlich du diese Punkte beschreibst, ist dir überlassen. Vielleicht reichen dir Stichpunkte, oder du musst mal deine Gefühle über 2-3 Seiten raus lassen – das kann auch von Tag zu Tag schwanken. Wichtig ist, dass du es wenigstens über 3 Monate hinweg täglich führst, um auch brauchbare Erkenntnisse zu gewinnen.

In ihrem Buch erklärt Gray eingängig, inwiefern unser Zyklus mit dem Mond verbunden ist oder sein kann. In jedem Fall hat es mir nochmal stark verdeutlicht, wie stark sich meine Gefühle und meine Verbindung zu Träumen und meiner Intuition über den Monat hinweg verändern – bzw. mit jedem Zyklus wiederholen. Dadurch habe ich gelernt, dass jede Phase auch eine gute Seite hat, selbst PMS 😉

Noch mehr Inspiration

1 Kommentar zu „3 Journals für mehr Selbstliebe“

  1. Pingback: 10 Mini-Impulse für mehr Selbstfürsorge – Caroline Richter

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